der Geschichte der Menschheit. 28Z
formen, die alle zum Zweck haben wollten, daß je-der, unbefehdet vom andern, seine Kräfte üben undeinen schöner», freieren Genuß des Lebens sich er-werben könnte. Hiezu ward das Eigcnthum gesichertund Arbeit, Kunst, Handel, Umgang zwischen meh-reren Menschen erleichtert: cs wurden Strafen fürdie Verbrecher, Belohnungen für dje Vortrefflicheserfunden, auch tausend sittliche Gebrauche der vcr-schiednen Stande im öffentlichen und häuslichen Le-ben, selbst in der Religion angeordnet. Hiezu end-lich wurden Kriege geführt. Vertrage geschloffen,allmählich eine Art Kriegs- und Völkerrecht, nebstmancherlei Bündnissen der Gastfreundschaft unh desHandels errichtet, damit auch außer den Grenzenseines Vaterlandes der Mensch geschont und geehrtwürde. Was also in der Geschichte je Gutes gethanward, ist für die Humanität gethan worden; wasin ihr Thörichtes, Lasterhaftes und Abscheuliches inSchwang kam, ward gegen die Humanität verübet,so daß der Mensch sich durchaus keinen andern Zweckaller seiner Erd-Anstalten denken kann, als der inihm selbst d. i. in der schwachen und starken, nied-rigen und edlen Natur liegt, die ihm sein Gottanschuf, Wenn wir nun in der ganzen Schöpfungjcd? Sache nur durch das, was sie ist und wie siewirkt, kennen: so ist uns der Zweck des Menschen-geschlechts auf der Erde durch seine Natur undGeschichte, wie durch die Helleste Demonstration ge-geben-
Lasset uns auf den Erdstrich znrückblicken, denwir bisher durchwandert haben; in allen Einrichtun-gen der Völker von Sina bis Rom, in asten Man-nigfaltigkeiten ihrer Verfassung, so wie in jeder