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Ideen zur Philosophie
lung eines solchen Traums von Absicht seiner selbstunwürdig gctäuschet. Glücklicher Weise aber wirddieser Wahn von der Natur der Dinge uns nichtgclebret; betrachten wir die Menschheit, wie wir siekennen, nach den Gesetzen, die in ihr liegen: so
kennen wir nichts hökcrcs, als Humanität im Men-schen: denn selbst wenn wir uns Engel oder Götterdenken, denken wir sie uns nur als idealische, hö-here Menschen.
Zu diesem offenbaren Zweck, saben wir *), istunsre Naiur organisiret: zu ihm sind unsere feinerenSinne und Triebe, unsre Vernunft und Freiheit,unsere zarte und daurende Gesundheit, unsre Sprache,Kunst und Religion uns gegeben. In allen Zustän-den und Gesellschaften hat der Mensch durchausnichts anders im Sinn haben, nichts anders an-bauen können, als Humanität, wie er sich dieselbeauch dachte. Ihr zu gut sind die Anordnungenunsrer Geschlechter und Lebensalter von der Naturgemacht, daß unsre Kindheit langer daure und nurmit Hülfe der Erziehung eine Art süumanitat lerne.Ihr zu gut sind auf der weiten Erde alle Lebensar-ten der Menschen eingerichtet, alle Gattungen derGesellschaft cinqeführt worden. Jäger oder Fischer,Hirt oder Ackermann und Bürger; in jedem Zu-stande lernte der Mensch Nahrungsmittel unterschei-den , Wohnungen für sich und die Seinigen errich-ten: er lernte für seine beiden Geschlechter Kleidun-gen zum Schmuck erhöhen und sein Hauswesen ord-nen. Er erfand mancherlei Gesetze und Regierungs-
*) Ideen Th. r. B. h.