her mir Mehrere bekannt sind, die auf dem wüstenOcean der Mcnschengeschichte den Gott zu verlierenglaubten, den sie auf dem festen Lande der Nakur-forschung in jedem Grashalm und Staubkorn mitGcistcsaugcn sahn und mtt vollem Herze» verehrten.Im Tempel der Weltschöpfung erschien ihnen Allesvoll Allmacht und gütiger Weisheit; auf dem Marktmenschlicher Handlungen hingegen, zu welchem dochauch unsre Lebenszeit berechnet worden, sahen sienichts als einen Kampfplatz sinnloser Leidenschaften,wilder Kräfte, zerstörender Künste ohne eine fort-gchende gütige Absicht. Die Geschichte ward ihnenwie ein Spinnengcwebe im Winkel des Weltbaus,das in seinen verschlungenen Faden zwar des ver-dorretcn Raubes genug, nirgend aber einmal seinentraurigen Mittelpunkt, die webende Spinne selbstzeiget.
Ist indessen ein Gott in der Natur: so ist erauch in der Geschichte: denn auch der Mensch ist einThcil der Schöpfung und muß in seinen wildestenAusschweifungen und Leidenschaften Gesetze befolgen,die nicht minder schön und vortrefflich sind, als jene,nach welchen sich alle Himmels - und ördkörper be-wegen. Da ich nun überzeugt bin, daß was derMensch wissen muß, er auch wissen könne und dürfe:so gehe ich aus dem Gewühl der Sccnen, die wirbisher durchwandert haben, zuversichtlich und frei denhohen und schönen Naturgesetzen entgegen, denen auchsie folgen.