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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 273

Gottes-unwürdig, sich cinzubildcn, daß die Vorse-hung für ihr schönstes Werk, die Fortpflanzungder Wahrheit und Tugend keine andern Werkzeugegewußt habe, als die tyrannischen, blutigen Händeder Römer. Die christliche Religion hob sich durcheigne Kräfte, wie durch eigne Kräfte das RömischeReich wuchs und wenn beide sich zuletzt gatteten: sogewann weder die Eine dadurch noch das Andere.Ein Römisch - Ehristlicher Bastard entsprang, vonwelchem manche wünschen, das er nie entstandenwäre.

Die Philosophie der Endzwecke hat der Natur-geschichte keinen Vortheil gebracht; sondern ihre Lieb-haber vielmehr statt der Untersuchung mit scheinba-rem Wahn befriedigt; wieviel mehr die tausend-zweckige, in einander greifende Menschengeschichte l

Wir haben also auch der Meynung zu entsagen,als ob in der Fortsetzung der Zeitalter die Römerdazu gewesen seyn, um, wie in einem menschlichenGeMahlde über den Griechen ein vollkommnekes Gliedin der Kette der Eultur zu bilden. In dem, wo-rin die Griechen vortrefflich waren, haben die Rö-mer sie nie übcrtreffen mögen; was gegentheils sieEignes besaßen, hatten sie von den Griechen nichtgelernct. , Genutzt haben sie alle Völker > mit veNensie bekannt wurden, bis auf Indier und Troglody-ten; sie nutzten sie aber als Römer und oft ists dieFrage, ob zu ihrem Vortheil oder Schaden? Sowenig nun alle andre Nationen der Römer wegendawaren oder Jahrhunderte vorher ihre Einrichtungenfür Römer machte»: so wenig dürfen solches die

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