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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Ideen zur Philosophie

sie wurden mit Lastern und ihren Strafen vertraut,von welchen sie nie gehört hatten; ja endlich derganze Gang dieser Gesetzgebung, der sich nur zurVerfassung Roms schickte, hat er nicht nach tausendUnterdrückungen 'den Ekaraktcr aller überwundenen-Nationen so verlöscht, so verderbet, daß statt deseigenthümlichen Gepräges derselben, zuletzt allenthal-ben nur der Römische Adler erscheint, der nach aus-gehackten Augen und verzehrten Eingewciden traurigeLeichname von Provinzen mit schwachen Flügelndeckte. Auch die lateinische Sprache gewann nichtsdurch die überwundnen Völker und diese gewannennichts durch jene. Sie ward verderbt und zuletzt einRomanisches Gemisch nicht nur in den Provinzensondern in Rom selbst. Die schönere griechischeSprache verlohc auch durch sie ihre reine Schönheitund jene Mundarten so vieler Völker, die ihnenund uns weit nützlicher als eine verdorbne RömischeSprache waren , gingen bis aufs kleinste Ucbcrblcibsclunter. Die christliche Religion endlich; so ausneh-mend ich die Wohlthaten verehre, die sie dem Men-schengeschlecht gebracht hat, so entfernt bin ich zuglauben, daß auch nur Ein Wegstein in Rom ur-sprünglich ihretwegen von Menschen erhoben worden.Für sie hat Romulus seine Stadt nicht errichtet,Pompcjus und Craffus sind nicht für sie durch Judäagezogen, noch weniger sind alle jene römische Ein-richtungen Europcns und Asiens gemacht, damit ihrallenthalben der Weg bereitet würde. Rom nahmdie christliche Religion nicht anders auf, als es denGottesdienst der Isis und jeden verworfnen Aber-glauben der östlichen Welt aufnahm: ja cs wäre

Gottes-