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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. »65

Ankus und Tarquinius die Grundfesten jener Bau-art legten, die zuletzt beinah zum Unermeßlichen em-porstieg. Der Etruskische König bauete die MauerNoms von gehauenen Steinen: er führte, sein Volkzu tranken und die Stadt zu reinigen, jene unge»heure Wasserleitung, die noch jetzt in ihren Ruinenein Wunder der Welt ist: denn dem neueren Romfehlte es, sie nur aufzuräumen oder in Dauer zu er-halten, an Kräften. Eben desselben Geistes warenseine Galerien, seine Tempel, seine Eerichtssale undjener ungcbeure Circus, der blos für Ergötzungen desVolks errichtet, noch jetzt in seinen Trümmern Ehr-furcht fodert. Auf diesem Wege gingen die Könige,insonderheit der stolze Tarquin, nachher die Eonsulsund Acdilcn, späterhin die Welterobercr und Dikta-tors , am meisten Julius Cäsar fort und die Kaiserfolgten. So kamen nach und nach jene Thore undThürmc, jene Theater und Amphitheater, Eickenund Stadien, Triumphbogen und Ehrensäulen, jeneprächtigen Grabmahle und Grabgewölbe, Landstraßenund Wasserleitungen, Palläste und Bader zu Stande,die nicht nur in Rom und Italien, sondern häufigauch in andern Provinzen ewige Fußtapfen dieserHerren der Welt sind. Fast erliegt das Auge, manchedieser Denkmahle nur noch in ihren Trümmern zusehen und die Seele ermattet, das ungeheure Bildzu fassen, das in großen Formen der Festigkeit undPracht sich der anordncnde Künstler dachte. Nochkleiner aber werden wir, wenn wir uns die Zweckedieser Gebäude, das Leben und Weben in und zwi-schen denselben, endlich das Volk gedenken, denensic geweihet waren und die oft einzelnen Privatper-sonen, die sie ihm weihten. Da fühlt die Seele,