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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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264
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Ideen zur Philosophie

Geschichte der Rechtsgelehrsamkeit dieses Volkes: sieist die Geschichte eines großen Scharfsinnes undFleißes, der nirgend als im Römischen Staat alsogeübt und so lange fortgesetzt werden konnte; andem was die Zeitfolge daraus gemacht und darangrrcihct bat, sind die Rechtslehrer des alten Romsunschuldig. Kurz, so mangelhaft die Römische Lite-ratur gegen die Griechische beinah in jeder Gattungerscheinet: so lag es doch nicht in den Zeitumständcnallein, sondern in ihrer Römischen Natur selbst,daß sie Jahrtausende hin die stolze Gesetzgeberin allerNationen werden konnte. Die Folge dieses Werkswird solches zeigen, wenn wir aus der Asche Romscm neues Rom in sehr veränderter Gestalt, aberdennoch voll Eroberungsgcist werden aufleben sehen.

Zuletzt habe ich noch von der Kunst der Römerzu reden, in welcher sie sich für Welt und Nach-welt als jene Herren der Erde erwiesen, denen dieMaterialien und Hände aller überwundenen Völkerzu Gebot standen. Von Anfang' an war ein Geistin ihnen, die Herrlichkeit ihrer Siege durch Ruh-mcszeichen, die Herrlichkeit ihrer Stadt durch Denk-mahle einer prächtigen Dauer zu bezeichnen; so daßsie schon sehr frühe an nichts Geringeres als aneine Ewigkeit ihres stolzen Daseyns dachten. DieTempel, die Romulus und Numa bauten, diePlatze, die sie ihren öffentlichen Versammlungenanwiescn, gingen alle schon auf Siege und einemächtige Volksrcgierung hinaus, bis bald darauf