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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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262 Ideen zur Philosophie

Dank dem Cornutüs, daß er von seinem edlenSchüler Persius auch einige seiner Lehrlingsstücke unsnicht misgönnte und auch euch ihr Mönche sev Dank,daß ihr um Latein zu lernen, uns den Terenz, Ho-raz, Boethius, vor allen andern aber Euren Virgilals einen rechtgläubigen Dichter aufbcwahrtet. Dereinzig-unbefleckte Lorbeer in Augusts Krone ists, daßer den Wissenschaften Raum gab und die Musenliebte.

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Freudiger wende ich mich von den römischenDichtern zu den Philosophen; manche waren oftbeides und zwar Philosophen von Herz und Seele.In Rom erfand man keine Systeme; aber man übtesie aus und führte sie in das Recht, in die Staats-Verfassung , ins thatige Leben. Nie wird ein Lehr-dichter feuriger und starker schreiben, als Lukre;schrieb: denn er glaubte seine Lehre: nie ist seit

Plato die Akademie desselben reizender verjüngt wor-den, als in Eicero's schönen Gesprächen. So hatdie Stoische Philosophie nicht nur in der RömischenRechtsgelehrsamkcit ein großes Gebiet eingenommenund die Handlungen der Menschen daselbst strengegeregelt, sondern auch in den Schriften Seneca, inden vortrefflichen Betrachtungen Mark-Aurels, inden Regeln Epiktets u. f. eine praktische Festigkeitund Schönheit erhallen, zu der die Lehrsätze mehre-rer Schulen offenbar beigetragen haben. Uebung undNoth in mancherlei harten Zeitumständen des Römi-