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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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-er Geschichte der Menschheit. 261

roheren Krieger zur Dichtkunst vorbereitet: mit denEroberungen Tarents und andrer groß-griechischenStädte wurden auch griechische Dichter erobert,die durch die feineren Musen ihrer Mutterspracheden Ueberwindcrn Griechenlandes ihre rohe Mundartgefälliger zu machen suchten. Wir kennen das Ver-dienst dieser ältesten Römischen Dichter nur aus ei-nigen Versen und Fragmenten; erstaunen aber überdie Menge Trauer- und Lustspiele, die wir von ih-nen nicht nur aus alten, sondern zum Thcil auchaus den besten Zeiten genannt finden. Die Zeit hatsic vertilgt und ich glaube, daß gegen die Griechengerechnet, der Verlust an ihnen nicht so groß sei),da ein Theil derselben griechische Gegenstände undwahrscheinlich auch griechische Sitten nachahmte.Das Römische Volk crfrcuete sich an Possen undPantomimen, an Eircensischen oder gar an blutigenFechterspielen viel zu sehr, als daß es fürs Theaterein griechisches Ohr und eine griechische Seele ha-ben konnte. Als eine Sklavin war die secnischeMuse bei den Römern cingcführt und sie ist bei ih-nen immer auch eine Sklavin geblieben; wobei ichindcß den Verlust der hundert und dreißig Stückedes Plautus und die untergegangcne Schiffsladungvon hundert und acht Lustspielen des Terenz, so wiedie Gedichte Ennius, eines Mannes von starkerSeele, insonderheit seinen Scipio und seine Lehrge-dichte sehr bcdaure: denn im einzigen Terenz hättenwir, nach Casars Ausdruck, wenigstens den halbenMenandcr wieder. Dank also dem Cicero auch da-für, daß er uns den Lukrez, einen Dichter von Rö-mischer Seele und dem Augustus, daß er uns denhalben Homer in der Acneis seines Maro erhalten.