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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 249

ermatteten Italien neue Kräfte. Ein fürchterlich-gütiger Erweis, daß alle Ausschweifung in der Na-tur sich selbst rache und verzehre! Dem Luxus derMorgenlander haben wir es Dank, daß die Weltfrüher von einem Leichnam befreit ward, der durchSiege in andern Weltgegendcn zwar auch, wahr-scheinlich aber nicht so bald und so schrecklich in dieVerwesung gegangen wäre.

5 . Jetzt sollte ich alles zusammenfassen und diegroße Ordnung der Natur entwickeln, wie auch ohneLuxus, ohne Pöbel, Senat und Sklaven derKrieg cs ge ist Roms allein sich zuletztselbst verderben und das Schwert inseine Eingeweide kehren mußte, daser so oft auf unschuldige Städte und"Nationen gezuckt hatte; hierüber aber sprichtstatt meiner die laute Geschichte. Was sollten dieLegionen, die ungesättigt vom Raube nichts mehrzu rauben fanden, vielmehr an den Parthischen undDeutschen Grenzen das Ende ihres Ruhms sahen:was sollten sie rhun, als zurückkehrend ihre Mutterselbst würgen? Schon zu Marius und Sulla Zeitensing dies schreckliche Schauspiel an; anhängend ih-rem Feldherr» oder von ihm bezahlt, rächten diewiedcrkommcndcn Heere ihren Feldherrn an seinerGegcnpartbei mitten im Vaterlande und Rom floßvon Blut über. Dies Schauspiel dauerte fort. In-dem Pompejus und Eäsar in dem Lande, wo einstdie Musen gesungen und Apollo als Schäfer gewei-det, theuer gemiethete Heere gegen einander führten,ward in dieser Ferne, von Römern die gegen Rö-mer fochten, das Schicksal ihrer Mutterstadt entschie-