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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Ideen zur Philosophie

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konnten. In keiner nützlichen Kunst, in keinemNabrungszwcige der menschlichen Gesellschaft hat jeein Römer etwas erfunden; geschweige daß er damitandern Nationen hatte dienen und von ihnen gerech-ten und bleibenden Vortheil ziehen mögen. Baldalso verarmte das Reich: das Geld wurde schlecht

und schon im dritten Jahrhunderte unsrer Zeitrech-nung bekam ein Feldherr nach diesem schlechter»Gelde kaum das zur Belohnung , was zu den ZeitenAugusts für den gemeinen Soldaten zu gering war.Laurer natürliche Folgen des Laufs der Dinge, dieauch bloß als Handel und Gewerb berechnet, nichtanders als also folgen konnten. Zugleich nahm auseben diesen verderblichen Ursachen das menschlicheGeschlecht ab; nicht nur an Anzahl, sondern auchan Größe, Wuchs und innern Lebenskräften. Ebendas Rom und Italien, das die Volkreichsten, blü-hendsten Lander der Welt, Sicilien, Griechenland,Spanien, Asien, Afrika und Aegypten zu einer hal-ben Einöde gemacht halte, zog durch seine Gesetzeund Kriege, noch mehr aber durch seine.verderbte,müßige Lebensart, durch seine ausschweifenden Laster,durch die Verstoßung der Weiber, Harte gegen dieSklaven und späterhin durch die Tyrannei gegen dieedelsten Menschen sich selbst den natürlich-unnatür-lichsten Tod zu. Jahrhunderte hin liegt das krankeRom in schrecknchcn Zuckungen auf seinem Siechbette;das Siechbett ist über eine ganze Welt ausgcbreitet,von der es sich seine süßen Gifte erpreßt hat: sie

kann ihm jetzt nicht anders helfen, als daß sie sei-nen Tod befördere. Barbaren kommen herzu, nor-dische Riesen, denen die entnervten Römer wieZwerge erscheinen; sie verwüsten Nom und gebendem