der Geschichte der Menschheit. 247
düng und Ueppigkeit zu schildern, die seit der Erobe-rung Asiens in Gastmahlcn und Spielen, in Lecker-bissen und Kleidern, in Gebäuden und Hausgeräthnicht nur in Rom selbst, sondern in allem, was zuihm gehörte, herrschte *). Man trauet seinen Au-gen nicht, wenn man die Beschreibungen dieserDinge, den hohen Preis ausländischer Kostbarkeitenund mit der Verschwendung darin zugleich die Schul-denlast der großen Römer, welches zuletzt Freigelasseneund Sklaven waren, liefet. Nothwrndig zog dieserAufwand die bitterste Armuth nach sich; ja er waran sich schon eine elende Armuth. Jene Geldquellen,die Jabrbnnderke lang in Rom aus allen Provinzenzusamrncnflossen, mußten endlich versiegen, und dader ganze Handel der Römer ihnen im höchsten Gradnachlhcilig war, indem sie I-Ieberfluß kauften undGeld Hingaben, so ists nicht zu verwundern, daßIndien allein ihnen jakrlich eine ungeheure Summefraß. Dabei verwilderte das Land: der Ackerbau
ward nicht mehr, wie einst von den alten Römernund ihren Zeitgenossen in Italien getrieben: die
Künste RomS gingen auf das Entbehrliche, nichtauf daS Nützliche, auf ungeheure Pracht und Auf-wand in Triumphbogen , Bädern, Grabmahlern,Theatern, Amphitheatern u. f.; Wundergebäude,die freilich allein diese Plünderer der Weltaufführcn
S. außer Pctronius, Blinins, Juvenal und an-dern häufigen Stellen der Allen, von neuere»Sammlungen Meier orte Th. 2. über dieSitrcn und Lebensart der Römer, McinersGeschichte des Verfalls der Römer u. f.