Ideen zu« Philosophie
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behandelt. Ein Wunder wäre es gewesen, wennaus diesem ungeheuren Haufen unterdrückter Men-schen den Römern kein Schade hatte Zuwachsen sollen ;denn wie jede böse Einrichtung, so mußte auch diesenothwendig sich selbst rachen und strafen. Mit Nich-ten war diese Rache allein jener blutige Sklavenkrieg,den Spartakus mit Feldherrn-Muth und Klugheitdrei Jahre lang gegen die Römer führte: von 74stieg sein Anhang bis zu 7k>,nno Mann: er schlug
verschiedene Feldherren, selbst zween Eonsuls und cswurden viel Gräuel verübet. Der größere Schadewar der, der durch die Lieblinge ihrer Herren, dieFreigelassenen entstand, durch welche Nom zuletzt imeigentlichsten Verstände eine Sklavin der Sklavenwurde. Schon zu Sulla Zeiten sing dieses Ucbel anund unter den Kaisern mehrete cs sich so schrecklich,daß ich nicht im Stande bin, die Unordnungen undGräuel zu schildern, die durch Freigelassene undLieblings-Knechte entstanden. Geschichte und Satyrender Römer sind davon voll; kein wildes Volk aufder Erde kennet dergleichen. So ward Rom durchdurch Rom gestraft; die Unterdrücker der Welt wur-den der verruchtesten Sklaven dcmüchige Knechte.
4. Endlich kam allerdings der Luxus dazu,dem Rom zu seinem Unglück so bequem lag, alsihm zu seinen Weltcroberungen allerdings auch seineLage geholfen hatte. Wie aus einem Mittelpunktbeherrschte es das mittelländische Meer, mithin diereichsten Küsten dreier Welttheile; ja über Alexan-drien zog es durch ansehnliche Flotten die Kostbar-keiten Äthiopiens und des äußersten Indiens an sich.Meine Worte reichen nicht hin, jene rohe Verschwelt-