der Geschichte der Menschheit. 24^
beinah zu Stande gebracht hatte. Nicht van "denGewürzen Asiens, nicht von der Weichlichkeit Lucullsentsprang dieses Mißverhältniß; sondern von derGrundverfassung Roms, da es als eine Stadt dasHaupt der Welt seyn wollte *).
3 . Aber cs gab nicht nur Senat undVolk in Rom, sondern auch Sklavenund zwar deren eine um so größere Men-ge, je mehr die Römer Herren der Weltwurden. Durch Sklaven bearbeiteten sie ihre weit-la.ustigen, reichen Accker in Italien, Sicilien, Grie-chenland u. f.; eine Menge Sklaven war ihr häus-licher Reichthum und der Handel mit ihnen, ja dieAbrichtung derselben war ein grosses Gewerbe Roms,dessen sich auch Cato nicht schämte. Langst warennun die Zeiten vorüber, da der Herr mit seinemKnecht fast brüderlich umging und Romulus dasGesetz geben konnte, daß ein Vater seinen eignenSohn dreimal zum Knecht verkaufen dürfe; die Skla-ven der Wcltüberwindcr waren aus allen Gegendender Erde zusammcngetricben und wurden von gütigenHerren gelinde, von unbarmherzigen oft als Thiere
') Ueber das Gute, das von der Simpticltät der al-ten Römer und von der Ausbildung des Römi-schen Lolis gesagt werden kann, lese manMeierotto Zcugm'ßreiche Schrift über dieSitten und Lebensart der Römer(Th. t. Berlin >776.) und im zweiten Lheil da-gegen die Geschichte des Lurus sowohl bei demVolk als bei den Edelir.