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werden konnten, daß es sogar einen Consul gab, derkein Römischer Bürger war; wie denn jetzt, da dasHaupt der Welt ein Gedränge aus ganz Italien,mithin das ungeheuerste Haupt war, das je die Erdegetragen. Gleich nach des Sulla Tode waren dieHerren der Erde vierhundert-fünfzigtausend Mannstark: bei der Aufnahme der Bundesgenossen stieg
ihre Zahl ungleich höher und zu Casars Zeiten fan-den sich dreihundert-zwanzigtausend, die bei öffentli-chen Austheilunge» Korn begehrten. Man denke sichdiesen ungestümen und einem großen Theil nach müßi-gen Haufen bei Stimm-Versammlungen, in Be-gleitung seiner Patrone und derer, die sich um Eh-ren-Aemter bewarben: so wird man begreifen, wie
durch Geschenke, Spiele, Prachtaufzüge, Schmeiche-leien, am meisten endlich durch Soldatengewalt, dieMeutereien in Rom gestiftet, die Blutbäder unge-richtet, die Triumvirate gegründet werden konnten,die jene stolze Beherrscherin der Welt endlich zurSklavin ihrer selbst machten. Wo war nun dasAnsehen des Senats, einer Zahl von vier bis sechs-hundert Personen gegen diese zahllose Menge dieHerren-Recht verlangte und in gewaltigen Heerenbald diesem bald jenem zu Gebot stand? Welchearme Gestalt spielte der Gott Senat, wie ihn dieschmeichlerischen Griechen nannte», gegen Mariusund Sulla, Pompejus und Casar, Antonius undOktavius! die Kaiser-Wütciche noch ungerechnet.Der Vater des Vaterlandes Cicero erscheint in ar-mer Gestalt, wenn ihn auch nur ein Clvdius an-greift: seine besten Nathschlage gelten wenig, nichtnur gegen das was Pompejus, Casar, Antoniusu. a. wirklich lhaten, sondern was selbst ein Catilina