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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 2^ r

sehr; es leuchteten auch zu große, starke, verdienteMänner unter den Patricicrn hervor/ als daß dasrohere Volk nicht halte folgen müssen. Bald aberänderten sich die Umstande und der Druck der Edlenward unerträglich. Die Schuldenlast ging den Bür-gern über ihr Haupt; sie nahmen zu wenig an derGesetzgebung, zu wenig am Siege Theil, den siedoch selbst erfechten mußten und so entwich das Volkauf den heiligen Besg, so entstanden Streitigkeiten,die die Ernennung der Tribunen nicht heben sondernnur vervielfältigen konnte, die sich also auch durchdie ganze Geschichte Roms fortweben. Daher derlange, so oft verjüngte Streit über Austbeilung derAecker, über Thcilnchmung des Volks an obriakeir-lichen, konsularischen, Gottesdienstlichen Würden;bei welchen Streitigkeiten jede Parihei für ihr Eig-nes stritt und niemand das Ganze unpartheiisch ent-richten mochte. Bis unter die Triumvirate hat dieserZwist gedaurcl; ja die Triumvirate selbst waren nurdessen Folgen. Da diese nun der ganzen RömischenVerfassung ein Ende machten und jener Zwist bei-nahe so alt wie die Republik war: so siebet man,

daß cs keine äußere, sondern eine innere Ursache war,die vom Anfänge an am Keim des Staats nagte.Sonderbar scheint es daher, wenn man die RömischeStaatsverfassung als die vollkommenste schildert; sie,die Eine der unvollkommensten auf der Welt, ausrohen Zeitumständen entstanden, nachher nie miteinem Blick aufs Ganze verbessert, sondern immernur partheiisch so und anders geformt war. Dereinzige Eäfar hätte sie ganz bessern mögen; es waraber zu spät und die Dolchstiche, die ihn tödteten,kamen jedem Entwurf einer bessern Einrichtung zuvor.

Phltos, und Gesetz. V..LH. Q III.