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Ideen zur Philosophie
daß sich derselbe räche und das gehauste UebermaaSselbst sich einen desto schrccklichern Sturz bewirke.Wenn Eine Geschichte uns diese Natnrwahrheit zeigt:so ists die Römische Geschichte; man erweitere aberseinen Blick und feßle ihn nicht auf eine einzelneUrsache des römischen Verderbens. Hatten die Rö-mer auch Asien und Griechenland nie gesehen undgegen andre, ärmere Lander nach ihrer Weise ver-fahren; ebne Zweifel wäre ihr Sturz zu andrer Zeit,unter andern Umstanden, dennoch aber unvermeidlichgewesen. Der Keim der Verwesung lag im Innerndes Gewächses: der Wurm nagte an seiner Wurzel,an seinem Herzen; und so mußte auch der riesen-hafte Baum endlich sinken.
r. Im Innern der Verfassung Ronis lag einZwiespalt, der, nrenn er nicht gehoben ward, denUntergang dessen früher oder später bewirken mußte;es war die Einrichtung des Staats selbst,die unbilligen oder unsicher,, Granzen,zwischen dem Rath, der Ritterschaftund den Bürgern. Unmöglich hatte Romulusalle künftigen Fälle seiner Stadt voraussehen können,als er diese Eintheilung machte: er schuf sie nach
seinen Umständen und nach seinem Bedürfniß; dadies sich änderte, fand schon Er den Tod durch die,denen sein Ansehen zu lästig wurde. Keiner von sei-nen Nachfolgern hatte Herz oder Bedürfniß, daszu thun, was Romulus nicht gethan hatte; sie über-wogen die Gegenpartei mit ihrer Person und lenktenin einem mit Gefahren umgebnen, rohen Staatbeide Theile. Servius musterte das Volk und gabdas meiste Gewicht den Reichsten in die Hände.Unter den ersten Eonsuls drängten die Gefahren zu
sehr;