der Geschichte der Menschheit. 23 ?
wüchse so beschädigt, daß von manchen kaum nochihre Skammcsart und Gattung erkennbar geblieben.Spanien war, ehe die Römer hinkamen, ein wohl-gebautes, an den meisten Orten fruchtbares, rei-ches und glückliches Land. Der Handel desselbenwar beträchtlich und auch die Eultür einiger Nationennicht verachtcnswerth, wie cs nicht nur die Turde-tanier am Bätis, die mit den Phöniciecn und Kar-thagern am längsten bekannt waren, sondern auchdie Celtiberier mitten im Lande beweisen. Das tapfreNumantia widerstand den Römern mehr, als irgendein andrer Ort der Erde; zwanzig Jahre ertrug esden Krieg, schlug Ein römisches Heer nach dem an-dern und wehrte sich zuletzt gegen die ganze Kriegs-kunst des Scipio mit einer Tapferkeit, bei derentraurigem Ausgang jeden Leser schaudert. Und wassuchten die Verwüster hier im innern Lande, beiNationen, die sie nie gereizt, die kaum ihren Na-men gehört hatten? Gold- und Silberbergwerke.Spanien war ihnen das, was den Spaniern jetztAmerika scyn muß, ein Ort zum Raube. So plün-derten Lucullus, Galba u. f. gegen Treu und Glau-ben: der Senat selbst macht zwei Friedensschlüsse un-gültig, die seine bedrängten Feldherrn mit den Nu-mantinern geschlossen hatten. Grausam liefert erdiesen die Feldherren selbst aus, wird aber auch anEdelmuth gegen die ausgclieserten Unglücklichen vonihnen überwunden. Und jetzt tritt Scipio mit allerMacht vor Numantia, schließet sie ein, laßt vier-hundert jungen Männern, den Einzigen, die dieserUnrecht-leidenden Stadt zu Hülfe kommen wollen,den rechten Arm abhauen, hört auf die rührendeBitte nicht, da mitten im Hunger ein bedrängte«