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Ideen zur Philosophie
Volk sein Erbarmen und seine Gerechtigkeit anfleht;er vvllführt den Untergang dieser Unglücklichen alsein wahrer Römer. Als ein wahrer Römer handelteLiberias Gracchus, wenn er in dem einzigen Landeder Eeltiberier dreihundert Städte, waren es auchnur Flecken und Schlösser gewesen, verwüstete. Da-her der unauslöschliche Haß der Spanier gegen dieRömer: daher die tapfern Thaten des Viriatus unddes Sertorius, die beide auf unwürdige Art sielenund gewiß viele römische Feldherren an Klugheit undKrieqesmuth übcrtrafcn: daher jene fast nie bezwun-genen Bergvölker der Pyrenäen, die, den Römernzum Trotz, ihre Wildheit beibehielten, so lange siekonnten. Unglückliches Goldland Jbericn, fast un-bekannt bist du mit deiner Eultuc und deinen Na-tionen urs Reich der Schatten gesunken, in welchemdich schon Homer unter dem Glanz der Abendsonneals ein Reich der Unterirdischen mahlet.
Bon Gallien ist wenig zu sagen, da wir dieEroberung desselben nur nach den Kriegsnachrichtenseines UcberwLnders selbst kennen. Zehn Jahre langkostete eS dem Casar unglaubliche Mühe und alleKräfte seiner großen Seele. Wiewohl er edelmükhi-ger war als irgend ein Römer: so konnte er dochdas Schicksal seiner Römischen Bestimmung nichtandern und sammlcte das traurige Lob, „daß eraußer den Bürgerkriegen in fünfzig offnen Fcld-schlachten gestritten und cilf hundert-zwei und neun-zig Menschen erschlagen habe;" die meisten darunterwaren Gallische Seelen. Wo sind die vielen, leb-haften und tapfern Völker dieses großen Landes?wo war ihr Geist und Muth, ihre Anzahl undStärke, da nach Jahrhunderten wilde Völker über