der Geschichte der Menschheit. 233
seinen Untergang an und ehrt die Karthager wenig-stens jetzt, da sie als entwaffnet?, betrogne Repu-blikaner auf ihren Gräbern streiten und für ihre Grä-ber sterben. Warum war es dir versagt, du einzi-ger, großer Hannibal, dem Ruin deines Vaterlan-des zuvorzukommen und nach dem Siege bei Eannägerade zu auf die Wolfshöhle deines Erbfeindes zueilen? Die schwächere Nachwelt, die nie über diePorenäe» und Alpen ging, tadelt dich darüber, un-aufmerksam mit welche» Völkern du strittest und inwelchem Zustande sie nach den schrecklichen.Winter-schlachten im vbcrn und Mittlern Italien seyn muß-ten. Sie tadelt dich aus dem Munde deiner Feindeüber den Mangel deiner Kricgszucht, da es fast un-begreiflich bleibt, wie du dein Miethsgcsindcl so langeZusammenhalten und ihm nach solchen Märschen undThatc» nur in den Gefilden Eawpaniens nicht län-ger widerstehen mochtest. Immer wird der Namedieses tapsern Nömcrseindcs mit Ruhm genannt wer-den, dessen Auslieferung sie mehr als einmal, wiedie Ucbergabe eines Geschützes herrschsüchtig ver-langten. Nicht dgs Schicksal sondern der meuteri-sche Geiz seines Vaterlandes gönnte ihm nicht dieSiege, die Er, nicht Karthago, gegen die Römergewann, zu vollenden und so mußte er allerdingsnur ein Mittel werden, seine rohen Feinde dieKriegskunst zu lehren; wie sie von seinen Landsleu-ten die ganze Schiffskunst lernten. In Beidem hakuns das Schicksal die fürchterliche Warnung gegeben:„in seinen Entschlüssen nie auf halbem Wege stehenzu bleiben, weil man sonst gewiß, was man ver-hindern wollte, befördert." Genug, mit Karthagosiel ein Staat, den die Römer nie zu ersetzen ver-