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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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226 Ideen zur Philosophie

Grundsaule des Staats verrücken; daher auch inAnordnung der Religionsgebräuche der Senat unddas Volk sich das Recht der Majestät vorbehiclten,das alle Meutereien oder Spitzfindigkeiten eines ab-getrennten Pricsterstandes ausschloß. Staats- undKriegesreligion war die Religion der Römer, die siczwar nicht vor ungerechten Feldzügen bewahrte, dieseFeldzüge aber wenigstens unter dem Schein der Ge-rechtigkeit durch Gebrauche der Fecialen und Auspiciendem Auge der Götter unterwarf und sich von ihremBeistände nicht ausschloß. Gleichergestalt war esspäterhin wirkliche Staatskunst der Römer, daß siewider ihre alten Grundsätze auch fremden Götternbei sich Platz gaben und solche zu sich lockten. Hierwankte schon ibr Staat, wie es nach so ungeheurenEroberungen nicht anders seyn konnte; aber auchjetzt schützte sie diese politische Duldung vor dem Vcr-folgungsgeist fremder Gottesdienste, der nur unterden Kaisern aufkam und auch von diesen nicht ausHaß oder Liebe zur speculativen Wahrheit, sondernaus Staatsursachcn bie und da geübt wurde. ImGanzen kümmerte sich Rom um keine Religion, alssofern sie den Staat anging: sie waren hierin nichtMenschen und Philosophen, sondern Bürger, Kriegerund Ucberwinder.

7. Was soll ich von der RömischenKriegskunst sagen? die allerdings damals dievollkommenste ihrer Art war, weil sie den Soldatund Bürger, den Feldhcrrn und Staatsmann verei-nigte und immer wachsam, immer gelenk und neuvon jedem Feinde lernte. Der rohe Grund dersel-ben war gleich alt mit ihrer Stadt, so daß die Bür-gerschaft, die Romulus musterte, auch ihre erste