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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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224 Ideen zur Philosophie

thciltcn Grannen zwischen dem, was dem Rath unddem Volk gehörte, ihr enges häusliches Leben, dieErziehung der Jugend im Anblick dieser Dinge vonKindheit auf; alles trug dazu bei, das RömischeVolk zum stolzesten, Ersten Volk der Welt zu bil-den. Ihr Adel war nicht wie bei andern Völkern,ein träger Landgüter - oder Namcnadcl; es war einstolzer Familien-, ein Bürger- und Römecgeistin den ersten Geschlechtern, auf welchen das Vater-land als auf feine stärkste Stütze rechnete: in fort-gesetzter Wirksamkeit, im daurenden Zusammenhängedesselben ewigen Staates erbte cs von Vätern aufKinder und Enkel hinunter. Ich bin gewiss, dass inden gefährlichsten Zeiten kein Römer eine» Begriffdavon gebabt habe, wie Rom untergeben könne:sie wirkten für ibre Stadt, als sey ihr von den Göt-tern die Ewigkeit beschicken und als ob sie Werk-zeuge dieser Götter zur ewigen Erhaltung derselbenwären. Nur als das ungeheure Glück den Muthder Römer zum Uebermuth machte: da sagte schonScipio beim Untergänge Karthagv's jene Verse Ho-mers, die auch seinem. Vaterlaude das SchicksalTroja's weissagten.

6. Die Art, wie die Religion mitdem Staat in Rom verwebt war, trugallerdings zu seiner bürgerlich -krie-gerischen Größe bei. Da sie vom Anbeginn derStadt und in den tapfersten Zeiten der Republik in denHänden der angesehensten Familien, der Staats - undKriegsmänner selbst war, so dass auch noch die Kaisersich ihrer Würden nicht schämten: so bewahrte sie

sich in ihren Gebräuchen vor jener wahren Pest aller

Landes-