der Geschichte der Menschheit. 22c
wenn der jetzige vollendet wäre und wucherte mitdenselben wie mit einem Kapitol der Beute, desGlücks und der Ehre. Daher das Interesse, dasdie Römer so gern an fremden Molkern nahmen,denen sie sich als Bundes - und Schutzvcrwandten,oder als Schiedsrichter, gewiß nicht aus Menschen-liebe, aufdrangeten. Ihre Bundesfreundschaft wardVormundschaft, ihr Rath Befehl, ihre EntscheidungKrieg oder Herrschaft. Nie hat es einen kaltern
Stolz und zuletzt eine Schaamlosere Kühnheit desbefehlenden Ausbringens gegeben, als diese Römerbewiesen haben; sie glaubten, die Welt sey die ihreund darum ward sie's.
4. Auch der Römische Soldatnahm an den Ehren und am Lohnedes Feldherrn Theil. Zn den ersten Zeitender Bürgertugend Roms diente man um keinenSold: nachher ward er sparsam ertheilt; mit den
Eroberungen aber und der Empochebung des Volksdurch seine Tribunen wuchsen Sold, Lohn und Beute.Oft wurden die Aecker der Ucberwundenen unter dieSoldaten vertheilt und cs ist bekannt, daß die mei-sten und ältesten Streitigkeiten der römischen Republiküber die Auslheilung der Aecker unter das Volkentstanden. Späterhin bei auswärtigen Eroberungennahm der Soldat Theil an der Beute und durchEhre sowohl als durch reiche Geschenke am Triumphseines Feldherren selbst Theil. Es gab Bürger-Mauer-Schiffskronen und L. Dentatus konnte sichrühmen, „daß, da er hundert und zwanzig Treffenbeigewohnt, achtmal im Zweikampf gesiegt, vornam Leibe fünf- und vierzig Wunden und hintenkeine erhalten, er dem Feinde fünf- und dreißigmal