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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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204 Ideen zur Philosophie

den tapfer» Widerstand nördlicher oder Bergvölkersein Ziel, sondern auch durch innere Ueppigkeit undZwietracht, durch den grausamen Stolz seiner Beherr-scher, durch die fürchterliche Soldatcnrcgicrung, end-lich durch die Wuth roher Völker, die wie Wogendes Meers hinanstürzte», sein unglückliches Endefand. Nie ist das Schicksal der Völker langer undmächtiger an Eine Stadt geknüpft gewesen, als un-ter der Römischen Weltbcherrschung und wie sich beiderselben auf Einer Seite alle Starke des menschlichenMuths und Entschlusses, mehr aber noch viel kriege-rische und politische Weisheit entwickelt hat: so sindauch auf der andern Seite in diesem großen SpielHartigkeiten und Laster erschienen, vor denen diemenschliche Natur zurückschaudern wird, so lange sieEinen Punkt ihrer Rechte fühlet. Wunderbarer Weifeist dies Rom der steile, fürchterliche Ucbergang zurganzen Eultur Europa's worden, indem sich in sei-nen Trümmern nicht nur die geplünderten Schatzealler Weisheit und Kunst einiger alten Staaten intraurigen Resten gerettet haben, sondern auch durcheine sonderbare Verwandlung die Sprache Romsdas Werkzeug ward, durch welches man alle jeneSchatze der altern Welt brauchen lernet. Noch jetztwird uns von Jugend auf die lateinische Sprache daSMittel einer gelehrteren Bildung und wir, die wirso wenig Römischen Sinnes und Geistes haben, sindbestimmt, Römische Welcverwüstec eher kennen zulernen, als die sanfter» Sitten milderer Völker oderdie Grundsätze der Glückseligkeit unsrer Staaten.Marius und Sulla, Easac und Oktavius sind unsrefrühere Bekannten als die Weisheit Sokrates oder dieEinrichtungen unsrer Vater. Auch hat die Römische