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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. Zgs

reicht ist, sich weder ewig erhalten noch auf der Stellewicderkommen kann, sondern eine abnehmende Reiheanfangt. Jedes vollkommenste Werk nämlich , sofernman von Menschen Vollkommenheit fodcrn kann, istsin Höchstes in seiner Art; hinter ihm sind alsohlos Nachahmungen oder unglückliche Bestrebungen,es übertrcffen zu wollen, möglich. M Homer ge-sungen hatte, war in seiner Gattung kein zweiterHomer denkbar; jener hatte die Blüthe des epischenKranzes gepflückt und wer auf ihn folgte, mußte sichmit einzelnen Blättern begnügen. Die griechischenTrauerspicldichter wählten sich also eine andre Lauf-bahn : sie aßen, wie Aefchylus sagt, vom Tisch Ho-mers, bereiteten aber für ihr Zeitalter ein anderesGastmahl. Auch ihre Periode ging vorüber: dieGegenstände des Trauerspiels erschöpften sich und konn-ten von den Nachfolgern der größesten Dichter nurverändert d. i. in einer schlechtem Form gegeben wer-den , weil die bessere, die höchstschöne Form des grie-chischen Drama mit jenen Mustern schon gegeben war.Trotz aller seiner Moral konnte Euripides nicht mehran Sophokles reichen, geschweige daß er ihn im We-sen seiner Kunst zu übertreffen vermocht hätte undder kluge Aristophanes wählte daher eine andre Lauf-bahn. So wars mit allen Gattungen der griechischenKunst und wird unter allen Völkern also bleiben; jadaß die Griechen in ihren schönem Zeiten dieses Na-turgesetz einsahn und ein Höchstes durch ein noch Hö-heres nicht zu übcrstreben suchten, das eben machteihren Geschmack so sicher und die Ausbildung dessel-ben so mannigfaltig. Als Phidias feinen allmächti-gen Jupiter erschaffen hatte, war kein höherer Ju-piter möglich; wohl aber konnte das Ideal desselben