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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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198 Ideen zur Philosophie

Und dennoch von welchen kleinen Umständen ding sieab, die uns das Glas und einige Bücher brachten!so daß wir ebne diese Kleinigkeiten vielleicht noch wieunsere alten Brüder die unsterblichen Scythen mitWeibern und Kindern auf Wagenhäuscrn führen.Hatte die Reihe der Begcbenbciten cs gewollt, daßwir statt griechischer mongolische Buchstaben erhaltensollten: so schrieben wir jetzt mongolisch und die Erdeginge desshalb mit ihren Jahren und Jahrszeitcn ihrengroßen Gang fort, eine Ernährerin alles dessen, wasnach göttlichen Naturgesetzen auf ihr lebet und wirket.

Drittens. Die Eultur eines Volks istdie Blüthe seines Daseyns, mit welcheres sich zwar angenehm, aber hinfälligo ff en b a r e t.

Wie der Mensch, der auf die Welt kommt,nichts weiß ; er muß, was er wissen will, lernen: solernt ein rohes Volk durch Uebung für sich oder durchUmgang von andern. Nun hat aber jede Art dermenschlichen Kenntnisse ihren eignen Kreis d. i. ihreNatur, Zeit, Stelle und Lebensperiode: die griechi-sche Eultur z. B. erwuchs nach Zeiten, Orten undGegenständen und sank mit denselben. Einige Künsteund die Dichtkunst gingen der Philosophie zuvor: wodie Kunst oder die Rednerei blühte, durfte nicht ebenauch die Kriegskunst oder die patriotische Tugend blü-hen ; die Redner Athens bewiesen ihren größesten Ent-husiasmus , da es mit dem Staat zu Ende gingund seine Redlichkeit hinwar.

Aber das haben alle Gattungen menschlicher Auf-klärung gemein, daß jede zu einem Punkt der Voll-kommenheit strebet, der, wenn er durch einen Zu-sammenhang glücklicher Umstande hier oder dort er-