der Geschichte der Menschheit. 197
Christen übcrmanneten sie und Römer, Gothen,Christen haben von ihnen mancherlei Mittel der Auf-klärung erhalten; wie hangen diese Dinge zusammen?Durch Drt, Zeit und die natürliche Wirkung leben-diger Kräfte. Die Phönicier brachten ihnen Buch-staben ; sie hatten aber diese Buchstaben nicht für sieerfunden: sie brachten ihnen solche, weil sic eine Colomezu ihnen schickten. So wars mit den Hellenen undAcgvptern: so mit den Griechen, da sie gen Baktrazogen: so istö mit allen Geschenken der Muse, die
wir von ihnen erhielten. Homer sang; aber nichtfür uns: nur weil er zu uns kam, haben wir ihnund dürfen von ihm lernen. Hatte ihn uns EinUmstand der Zeitenfolge geraubt, wie so viel andrevortreffliche Werke; wer wollte mit der Absicht einesgeheime» Schicksals rechten, wenn er die natürlichenUrsachen seines Unterganges vor sich sichet? Mangehe die verlohrnen und erhaltenen Schriften, dieverschwundenen und übriqgcbliebcnen Werke der Kunstsammt den Nachrichten über ihre Erhaltung und Zer-störung durch und wage es die Regel anzuzeigen, nachwelcher in einzelnen Fällen das Schicksal erhielt oderzerstörte? Aristoteles ward in Einem Exemplar unterder Erde, andre Schriften als verworfne Pergamentein Kellern und Kisten, der Spötter Aristophanes un-ter dem Kopfkissen des H. Chrvsostomus erhalten,damit dieser aus ihm predigen lernte und so sind dieverworfensten kleinsten Wege gerade diejenigen gewe-sen , von denen unsre ganze Aufklärung abhing. Nunist unsre Aufklärung unstreitig ein großes Ding inder Weltgeschichte: sie hat fast alle Völker in Auf-ruhr gebracht und legt jetzt mit Her schel dieMilchstraßen des Himmels wie Scrata auseinander..