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Ideen zur Philosophie
Eroberers Seele ruhte, ist cs je anders gegangen;die Natur der verschieduen Volker und Gegendennimmt gar bald ihre Rechte wieder, so daß es nurder Ucbermacht griechischer Cultur vor barbarischenVölkern zuzuschreibcn ist, daß viele zusammcnge-zwungene Erdstriche nicht eher zu ihrer alten Ver-fassung zurückkchcten. Parthien, Vaktra und dieLänder jcnseit des Euphrats thaten cs zuerst: dennsie lagen dein Mittelpunkt eines Reichs zu fern, dassich gegen Bergvölker von Parthischem Stamm mitNichten schützen konnte. Hatte» die Scleuciden, wieAlexander wollte, Babylon, oder ihr eignes Scleu-cia zu ihrer Wohnung gemacht: vielleicht waren sieOstwärts mächtiger gc-blieben; aber auch vielleichtdesto eher in entkräftende Ueppigkeit versunken. EinGleiches wars mit den Asialischen Provinzen desThracischen Reiches; sic bedienten sich des Rechts,dessen sich ihre Räuber bedient hatten und wurden,da die Kciegsgenossen Alexanders weicher» Nachfol-gern den Thron einräumten, eigne Königreiche. Inallem diesen sind die immer wiedcrkehrendcn Natur-gesetze der politischen Weltgeschichte unverkennbar.
ro. Am längsten dauerten die Reiche, die zu-nächst um Griechenland lagen; ja sie hätten längerdauern können, wenn der Zwist zwischen ihnen, vor-züglich aber zwischen den Karkhaginenscrn und Rö-mern nicht auch sic in jenen Lenin gezogen hätte,der von der Monarchin Italiens nach und nach überalle Küsten des mittelländischen Meeres ausginq.Hier trasen nun abgelebte, schwache Reiche in einenzu ungleichen Glückskampf, vor welchem sie einemäßige Klugheit hätte warnen mögen. Jndessri