der Geschichte der Menschheit. i85
fersicht, kurz dcr ganze Ucbermuth, der auf dieseKriege folgte. Bald erschien in Athen das ZeitalterPcrikles, das glänzendste, in welchem je ein sokleiner Staat gewesen und cs folgte darauf auseben so natürlichen Ursachen der unglückliche Pclo-ponncsische, dcr doppelte Spartanische Krieg, bisendlich durch eine einzige Schlacht Philippus ausMakedonien dem ganzen Griechenlands das Netzübers Haupt warf. Sage doch niemand, daß einungünstiger Gott das Schicksal dcr Menschen lenkeund neidend cS non seiner Hohe zu stürzen trachte;die Menschen selbst sind einander ihre ungünstigenDämonen. Was konnte aus Griechenland, wie csin diesen Zeiten war, anders als die leichte Beuteeines Siegers werden? und woher konnte dieserSieger kommen, als aus den Makedonischen Gebir-gen ? Vor Persien, Acgrprcn, Plönicien, Rom,Karthago war es sicher; sein Feind aber saß ihm indcr Nahe, dcr cs mit ein paar Griff,n voll Listund Macht erhaschte. Das Drakcl war hier aber-mals kiügcr als die Griechen; es philippisirte undim ganzen Vorfall wurde nichts als der allgemeineSatz bestätigt: „daß ein einträchtiges krieggeüblcSBergvolk, das einer geschwächten, zcrtdciltcn, ent-nervten Nation auf dem Nacken sitzt, nothwendigdcr Sieger derselben seim werde, sobald es die Sa-che klug und tapfer angreift." DaS that Philippusund raffte Griechenland auf: denn es war durchsich selbst lange vorder besiegt gewesen. Hier würdenun die Geschichte Griechenlands endigen, wenn Phi-lippus ein Barbar wie Sulla oder Alarich gewesenwäre; er war aber selbst ein Grieche, sein größererSohn war es auch und so beginnet eben mit dem