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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
Seite
177
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der Geschichte der Menschheit. ,77

Sprachen hat man nur durch die Griechische in Re-geln zu bringen gclernet. Gleichermaßen ist aneine Philosophie der Kunst nirgend als m Griechen-land gedacht worden, weil durch einen glücklichenTrieb der »Natur und durch eine geschmackvolle sichreGewohnheit Dichter und Künstler selbst eine Philo-sophie des Schönen ausübtcn, ehe der Zergliedrerihre Regeln aufnahm. So mußte sich durch denungeheuren Wetteifer in Epopeen, Theaterstückenund öffentlichen Rede» nokbwendig mit der Zeit eineKritik bilden, an welche unsere Kritik schwerlich rei-chet. Es sind uns zwar auch von ihr außer Aristo-teles Schriften nur wenige spate Bruchstücke übriggeblieben, die indeß immer noch von dem überfei-nen Scharfsinn der griechischen Kuustrichter zeugen.Die Philosophie der Geschichte endlich gehört vor-züglich nach Griechenland heim, weil eigentlich dieGriechen allein Geschichte haben. Der Morgenlän-der bat Stammregister oder Mährchcn, der Nord-länder hat Sagen, andre Nationen tüedcr > der Grie-che bildete aus Sagen, Reden,, Mährchcn undStammregistern mit der Zeit den gesunde» Körpereiner Erzählung, die in allen Gliedern lebet. Auchhierin ging ihm seine alte Dichtkunst vor, da sichein Mährchcn nicht leicht angenehmer erzähle» laßt,als cs die Epopee crzablte: die Vcrthcilung der Ge-genstände nach Rhapsodien, gab zu ähnlichen Ab-sätzen in der Geschichte Anlaß und der lange Hexa-meter konnte bald den Wohlklang der historischenProse bilden. Herodot ward also Homers Nachfol-ger und die spateren Geschichtschreiber der Republi-ken nahmen die Farbe derselben, den republikani-^scheu Rednergeist in ihre Erzählung aus. Da nunPhilos. und Gesch. V. Th. M /<A>en. III.