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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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176 Ideen zur Philosophie

getragen; dem menschlichen Geist aber waren ausgriechischen Seelen noch andre Keime der Wissenschaftnöthig. Gern verzeihen wir dem Aegvptischen Aleran-dricn seine schlechteren Dichter *); es gab unsdafür gute Beobachter und Rechner. Dichter wer-den durch sich selbst; Beobachter können durch Fleißund Uebung allein vollkommen werden.

Insonderheit hat die griechische Philosophie überdrei Gegenstände vvrgearbcitet, die schwerlich irgend-wo anders eine so glückliche Werkstatt hatten findenmögen: sie sind Sprache, Kunst und Geschichte.

Die Sprache der Griechen hatte sich durch Dichter,Redner und Philosophen so vielseitig reich und schöngebildet, daß das Werkzeug selbst in spatern Zeitendie Aufmerksamkeit der Betrachter an sich zog, daman es nichtmchrzu so glanzenden Zwecken des öffentli-chen Lebens anwendcn konnte. Daher die Kunstder Grammatiker, die zum Thcil wirkliche Philosophenwaren. Zwar hat uns den größesten Theil dieserSchriftsteller die Zeit geraubt, welchen Verlust wirauch allenfalls gegen viel wichtigere Sachen ver-schmerzen mögen; indessen ist ihre Wirkung dcßwe-gen nicht ausgetilgt worden: denn am Studium d/rGriechischen hat sich das Studium der RömischenSprache und überhaupt alle Sprachenphilosvphie derErde angezündet. Auch in die morgenlandischen Dia-lekte des vordern Asiens ist es nur aus ihr gekom-men : denn die ebraische, arabische und andere

Sprachen

*) S. n e -s n s cke Oenio sneculi ktoleinaeornniin opiisc, Laack. ?. I. 76. sec^.