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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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>78 Ideen zur Philosophie

mit Thucydides und Lenophon die gruchische Ge-schichte aus Athen ausging und die Beschreibet der-selben Staatsmänner und Feldherren waren: somußte ihre Geschichte pragmatisch werden, ohne daßsie ihr eine pragmatische Gestalt zu geben suchten.

Die öffentlichen Reden, die Verflechtung der griechi-schen Angelegenheiten, die lebendige Gestalt der Sa-chen und ihrer Triebfedern gab ihnen solche Forman und man kann kühn behaupten, daß ohne dieRepubliken Griechenlands keine pragmatische Ge-schichte in der Welt wäre. Je mehr s,-ucchin dieStaaten- und Kriegskunst sich entwickelte: destokünstlicher ward auch der pragmatische Geist derGeschichte, bis endlich Polybius sic fast zur Kricgs-und Staaten-Wissenschaft selbst machte. An Vor-bildern solcher Art halten nun die später» Betrach- ^tcr zu ihren Anmerkungen reichen Stoff und die ^Dionyse konnten sich in den Anfängen der histori-schen Kunst gewiß reichlicher üben, als ein Sineser,Jude oder selbst ein Römer es thun konnte.

Da wir also die Griechen in jeder Ucbung desGeistes an dichterischen, rednerischen, philosophischen,wissenschaftlichen, historischen Werken so reich undglücklich finden; Schicksal der Zeiten, warum hastdu uns denn so viel von ihnen versagt? Wo sindHomers Amazonia und seine Thebais und Jrcsione,seine Jamben, sein Margites? Wo sind die vielenverlohrnen Stücke Archilochus, Simonides, Alcaus,Pindars, die drei und achtzig Trauerspiele Acschy-lus, die hundert und achtzehn des Sophokles unddie unzählichen andern verlohrnen Stücke der Tra-giker, Komiker, Lyriker, der größesten Weltwcise»,der unentbehrlichsten Geschichtschreiber, der merk-