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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte dcr Menschheit. ^7»

ihrer gemeinschaftlichen Sprache ohngeachtet, durchLander und Meere von einander gesondert; jede alsokonnte für sich selbst wurzeln und wenn sie verpflanztoder cingeimpfl ward, desto schönere Früchte tragen.Keiner der früheren Weisen wurde vom Staat, selbstnicht von seinen Schülern besoldet; er dachte fürsich, er erfand aus Liebe zur Wissenschaft, oder ausLiebe zum Ruhm. Die er unterrichtete, waren nichtKinder, sondern Jünglinge oder Männer, oft Män-ner, die der wichtigsten Staatsgeschäfte pflegten. FürJahrmärkte eines gelehrten Handels schrieb man da-mals noch nicht; man dachte aber desto langer undtiefer; zumal dcr mäßige Philosoph im schönen grie-chischen Klima ungehindert von Sorgen denken konnte,da er zu seinem Unterhalt wenig bedurfte.

Indessen können wir nicht umhin, auch hier derMonarchie das Lob wiederfahrcn zu lassen, das ihrgebühret. Keiner der sogenannten Freistaaten Grie-chenlands hatte dem Aristoteles zu seiner Naturge^schichte die Bcihülfe verschafft, die ihm sein könig-licher Schüler verschaffen konnte; noch minder hät-ten ohne die Anstalten der Ptolemäer Wissenschaften,die Muße oder Kosten fordern, z. B. Mathematik,Astronomie u. f. die Fortschritte gethan, die sie inAlexandrien gethan haben. Ihren Anlagen sind wirden Euklides, Eratosthenes, Apollonius Pergaus,Ptolemäus u. a. schuldig, Männer, die zu denWissenschaften den Grund gelegt, auf welchen jetztnicht nur das Gebäude der Gelehrsamkeit, sonderngewissermaßen unsrer ganzen Weltregierung ruhet. Esharte also auch seinen Nutzen, daß die Zeit der grie-chischen Rednerei und Bürgcrphilosophie mit denRepubliken zu Ende ging: diese hatte ihre Früchte