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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
Seite
173
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der Geschichte der Menschheit. 17!)

Ein ganz anderer war Aristoteles Geist, derscharfsinnigste, festeste und trockenste vielleicht, der jeden Griffel gcführet. Seine Philosophie ist freilichmehr die Philosophie der Schule, als des gemeinenLebens, insonderheit in den Schriften, die wir vonihm haben und nach der Weise, wie man sie ge-brauchte ; um so mehr aber hat die reine Vernunftund Wissenschaft durch ihn gewonnen, so daß er inihrem Gebiet als ein Monarch der Zeiten dastcht.Daß die Scholastiker meistens nur auf seine Meta-physik verfielen, war ihre, nicht Aristoteles Schuldund doch hat sich auch an solcher die menschlicheVernunft unglaublich geschärfet. Sie reichte barba-rischen Nationen Werkzeuge in die Hände, diedunkeln Traume der Phantasie und Tradition zuerstin Spitzfindigkeiten zu verwandeln, bis sie sich da-mit allmählich selbst zerstörten. Seine bessern Schrif-ten aber, die Naturgeschichte und Physik, dieEthik und Moral, die Politik, Poetik und Rede-kunst erwarten noch manche glückliche Anwendung.Zu beklagen ists, daß seine historischen Werke un-tergegangcn sind und daß wir auch seine Naturge-schichte nur im Auszuge haben. Wer indessen denGriechen den Geist reiner Wissenschaft abspricht,möge ihren Aristoteles und Euklides lesen; Schrift-steller , die in ihrer Art nie übertroffen wurden:denn auch das war Platons und Aristoteles Ver-dienst, daß sie den Geist der Naturwissenschaft undMathematik erweckten, der über alles Moralischenhinaus ins Große geht und für alle Zeiten wirket.Mehrere Schüler derselben waren Beförderer derAstronomie, Botanik, Anatomie und andrer Wissen-schaften, wie denn Aristoteles selbst blos mit seiner