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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
Seite
159
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der Geschichte der Menschheit, ,5g

Königreichen Republiken wurden; eine Revolution,die allerdings eine der merkwürdigsten ist in der ge-summten Menschengeschichte. Nirgend als in Grie-chenland war sie möglich, wo eine Menge einzelnerVölker das Andenken ihres Ursprunges und Stam-mes sich auch unter seinen Königen zu erhalten gewußthatte. Jedes Volk sähe sich als einen einzelnenStaatskörper an, der gleich seinen wandernden Vor- 'fahren sich politisch cinrichten dürfe; unter den Wil-len einer erblichen Königsreihe sey keiner der griechi-schen Stamme verkauft. Nun war zwar damit nochnicht ausgemacht, daß die neue Regierung auch diebessere wäre: statt des Königes herrschten beinahe al-lenthalben die Vornehmsten und Mächtigem, so daßin mehreren Städten die Verwirrung größer und derDruck des Volks unleidlich ckurde; indessen warendoch damit Einmal die Würfel geworfen, daß Men-schen, wie aus der Unmündigkeit erwacht, über ihrepolitische Verfassung selbst Nachdenken lernten. Undso war das Zeitalter griechischer Republiken der er-ste Schritt zur Mündigkeit des menschlichen Geistesin der wichtigen Angelegenheit, wie Menschen vonMenschen zu regieren wären? Alle Ausschweifun-gen und Fehltritte der Rcgierungsformcn Griechen-landes hat man als Versuche der Jugend anzusehen,die meistens nur durch Schaden klug werden lernet.

Bald also thatcn sich in vielen freigewordenenStämmen und Colonieen weise Männer hervor, dieVormünder des Volks wurden. Sie sahen, untrrwelchen Ucbeln ihr Stamm litt und sannen aufeine Einrichtung desselben, die auf Gesetze und Sit-ten des Ganzen erbauet wäre. Natürlich warenalso die meisten dieser alten griechischen Weisen