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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
Seite
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i58 Ideen zur Philosophie

durch die leichtesten Bande, einer gemeinschaftlichenSprache und Religion, der Orakel, der Spiele,des Gerichts der Amphiktyonen u, f. oder durch Ab-stammung und Coloniecn, endlich durch das Anden-ken alter gemeinschaftlichen Thatcn, durch Poesieund Nationalruhm waren die griechischen Staatenmit einander verbunden; weiter verband sie keinDespot: denn auch ihre gemeinschaftlichen Gefahrengingen lange Zeit glücklich vorüber. Also kam csdarauf an, was aus dem Quell der Eultuc jederStamm schöpfen, welche Bache daraus er für sichableiten wollte. Dies that jeder nach Umstandenseines Bedürfnisses, vorzüglich aber nach der Denk-art einiger großen Männer, die ihm die bildendeNatur sandte. Schon unter den Königen Ericchen-landes gab es edle Söhne der alten Helden, diemit dem Wechsel der Zeit fortgingen und ihren Völ-kern jetzt durch gute Gesetze so nützlich wurden, wieihre Vater es durch ruhmvolle Tapferkeit gewesenwaren. So hebt sich außer den ersten Eoloniecn-stiftcrn, unter gesetzgebenden Königen insonderheitMinos empor, der seine kriegerischen Kretenser, dieBewohner einer Insel voller Gebirge, auch kriege-risch bildete und späterhin Lykurgs Vorbild wurde.Er war der erste, der die Seeräuber bändigte unddas Aegeische Meer sicher stellte; der erste allgemei-nere Sirtenstifter Griechenlandes zur Sec und auf demLande. Daß et in guten Einrichtungen mehrereseines Gleichen unter den Königen hatte, zeiget dieGeschichte von Athen, von Syrakus' und andern Kö-nigreichen. Freilich aber nahm die Regsamkeit derMenschen in der politischen Sittcnbildung einen an-dern Schwung, als aus den meiste» griechischen