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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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o66 Ideen zur Philosophie

linge schön, gesund, munter: ihren Gliedern gaber Gelenkigkeit, Ebenmoos und Wohlstond: in ih-rer Seele föchte er die ersten Funken der Liebe fürden Ruhm, selbst für den Nochruhm cm und präg-te ihnen die unzerstörbare Form ein, für ihre Stobtund für ihr Lond öffentlich zu leben; was endlichdos schätzbarste ist, er gründete in ihrem Gcmüthjenen Geschmack für Mannerumgang und Manner-freundschaft, der die Griechen ausnehmend unter-scheidet. Nicht war dos Weib in Griechenland derganze Kompfpreis des Lebens, auf den cs ein Jüng-ling onlegte; die schönste Helena könnte immer dochnur einen Poris bilden, wenn ihr Genuß oder Be-sitz dos Ziel der ganzen Monncstugend wäre. DasGeschlecht der Weiber, so schöne Muster jeder Tugendes auch in Griechenland hervorgebracht hat, bliebNur ein untergeordneter Zweck des männlichen Le-bens; die Gedanken edler Jünglinge gingen auf et-was Höheres hinaus: das Band der Freundschaft,das sie unter sich oder mit erfahrnen Männernknüpften, zog sic in eine Schule, die ihnen eineAspasia schwerlich gewähren konnte. Daher in meh-reren Staaten die männliche Liebe der Griechen, mitjener Nacheiferung, jenem Unterricht, jener Dauerund Aufopferung begleitet, deren Empfindungen undFolgen wir im Plato beinah wie den Roman auseinem fremden Planeten lesen. Männliche Herzenbanden sich an einander in Liebe und Freundschaft,oft bis auf den Tod: der Liebhaber verfolgte denGeliebten mit einer Art Eifersucht, die auch denkleinsten Flecken an ihm aufspahete und der Gelieb-te scheuete das Auge seines Liebhabers als eine lau-ternde Flamme der geheimestcn Neigungen seiner