der Geschichte der Menschheit. i55
chen Rathlosen berathen, manche gute Anstalt mitgöttlichem Ansehen bekräftigt, so manches Werk derKunst oder der Muse, das zu ihm gelangte, be-kannt gemacht und Sittensprüche sowohl als Staats-maximen geheiligt. Die rohen Verse des Orakelshaben also mehr gewirkt als die glattesten Gedichtespaterer Dichter; ja den größcstcn Einfluß batte esdadurch, daß cs die hohen Staaten und Rechtsbre-cher Griechenlands, die Amphiktyonen in seinenSchutz nahm und ihre Aussprüche gewissermaßen zuGesetzen der Religion machte. Was in spaternJahrhunderten als ein Einziges Mittel zum ewigenFrieden Curopa's vorgeschlagen ist, ein Gericht derAmphiktyonen, *) war Key den Griechen schon daund zwar nahe dem Thron des Gottes der Weisheitund Wahrheit, der durch sein Ansehen cs heiligensollte.
Nebst der Religion gehören alle Gebräuche hie-her, die aus Anstalten der Vater erwachsen, ihrAndenken den Nachkommen bewahrten; sie habenauf die Sittenbildung der Griechen forldaurend ge-wirkt. So z. E. gaben die mancherlcy öffentlichenSpiele der griechischen Erziehung eine sehr eigen,thümliche Richtung, indem sie Leibesübungen zumHauptstück derselben und die dadurch erlangten Vor-züge zum Augenmerk der ganzen Nation machten.Nie hat «in Zweig schönere Früchte getragen, alsder kleine Oel-Epheu- und Fichtenzweig, der diegriechischen Sieger kränzte. Er machte die Jüng-
S. Oeuvres p. 8r. ?ierre !. und beinah inallen seinen Schriften.