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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 149

Ihr Bedürfnis;; oft waren sie sogen die oberstenPriester. Also von allen Zeilen an zeichnete sichder Schmuck ihrer Palläsie durch Kostbarkeiten ih-rer Stammes - oder ihrer Heldenfreunde aus, wiebereits Homer davon erzählet. Allerdings aber ga-ben die republikanischen Verfassungen, die mit derZeit überall in Griechenland eingcführet wurden, derKunst einen weitern Raum. In einem Gcmeinwe-s.n waren Gebäude zur Versammlung des Volks,zum öffentlichen Schatz, zu gemeinschaftlichen Uebun-gen und Vergnügungen nölhig und so entstandenz. B. in Athen die prächtigen Gymnasien, Lbcaterund Gallerien, das Ddeum und Prytancum, derPnyp u. f. Da in den griechischen Republiken al-les im Namen des Volks oder der Stadt getriebenward: so war auch nichts zu kostbar, was auf dieSchutzgottcr derselben oder auf die Herrlichkeit ihresNamens verwandt wurde, dagegen einzelne, selbstdie vornehmsten Bürger sich mit schlechtere» Hau-sern begnügten. Dieser Gemeingeist, alles wenig-stens dem Scheine nach für das Ganze zu lhun,war die Seele der griechischen Staaten, den ohneZweifel auch Winkclmann meynte, wenn er dieFreiheit der griechischen Republiken als das goldneZeitalter der Kunst pries. Pracht und Größe näm-lich waren in ihnen nicht so vcrlhcilt, wie in denneueren Zeiten, sondern flössen in dem zusammen,was den Staat anging. Mit Ruhmes-Zdeen dieserArt schmeichelte Pcrikles dem Volk und that mehrfür die Künste, als zehn atheniensischen Königewürden gctban haben. Alles was er bauete, warim großen Geschmack, weil es den Göttern und derewigen Stadt gehörte; und gewiß würden wenige