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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 147

fahren, der Helden und Götter so nahe zusammen,daß cs fast Einerlei Verehrung, der Kunst wenig-stens Einerlei Triebwerk ward. Daher die Vorstel-lung der alten Heldengeschichte an der Kleidung derGötter, auf Seiten der Throne und Altäre: daherdie Ehrenmähler der Verstorbnen oft auf den Mark-ten der Städte oder die Hermen und Säulen aufden Gräbern. Setzt man nun noch die unsäglich -vielen Kunstwerke hinzu, die als Geschenke von Fa-milien, Stämmen oder Privatpersonen zum Anden-ken oder als Dankgelübde in die Tempel der Göt-ter kamen und dem angenommenen Gebrauch gemäßoft mit Vorstellungen aus der Stammes- und Hel-dengefchichtc ausgeschmückt waren; welch andresVolk könnte sich einer solchen Triebfeder der man-nigfaltigsten Kunst rühme» ? Unsre Ahnenfäle mitihren Bildern vergessener Vorfahren sind dagegennichts; da ganz Griechenland von Sagen und Lie-dern und heiligen Plätze» seiner Götter - und Hel-dcnahncn voll war. Alles hing an der kühnen Idee,daß Götter mit ihnen verwandte, höhere Menschenund Helden niedere Götter seyn; diesen Begriffaber hatten ihre Dichter gebildet.

Zu solchem Familien- und Vakerlandsruhm,der der Kunst aufhalf, rechne ich auch die griechi-schen Spiele: sie waren Stiftungen und zugleichGedächtnißfeste ihrer Helden, dabei also gottesdienst-

Akrisius, der Tempel der Minerva Polias zuAthen Erichthonius, der Thron des AmiklausHyacinrhs Grabmahl war u. f.

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