Druckschrift 
Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
Seite
146
Einzelbild herunterladen
 

146 Ideen zur Philosophie

Winkel mit zugeerbter, heiliger Gegenwart erfüllethatte, ganz und gar nichts weiß.

2. Alle Heldensagen der Griechen, insonderheitwenn sie Vorfahren des Stammes betrafen, gehörengleichfalls hieher: denn auch sie waren durch dieSeele der Dichter gegangen und lebten zum Theilin ewigen Liedern; der Künstler also, der sie bilde-te , schuf zum Stolz und zur Ahncnfrcudc desStammes ihre Geschichten mit einer Art Dichter-Ncligion nach. Dies bestätigt die älteste Künstlcrge-schichte und eine Uebersicht der griechischen Kunst-werke. Gräber, Schilde, Altäre, heilige Sitze undTempel waren cs, die das Andenken der Vorfahrenfesthielten und eben auch sie beschäftigten in mehre-ren Stämmen von den ältesten Zeilen her den ar-beitenden Künstler. Alle streitbaren Völker der Weltbemahlten und schmückten ihre Schilde; die Grie-chen gingen weiter: sie schnitzten oder gossen und bil-deten auf sie das Andenken der Väter. Daher diefrühen Werke Vulcans in sehr alten Dichtern; da-her Herkules Schild beim Hesiodus mit PerseusThaten. Nebst Schildern kamen Vorstellungen die-ser Art auf Altäre der Helden oder auf andere Fa-miliendenkmahle, wie Kppselus Kasten zeigt, dessenFiguren völlig im Geschmack von Hesiodus Schildewaren. Erhobene Werke dieses Inhalts schriebensich schon von Dädalus Zeiten her und da vieleTempel der Götter ursprünglich Erabmählcr gewesenwaren, *) so trat in ihnen das Andenken der Vor-

) Wie z. B. der Tempel der Pallas zu Lariss«