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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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-44 Ideen zur Philosophie

Kunst selbst die grauscndste Abbildung derselben nichtverschmähte, weil sie der Dichter sang *). Mit derZeit kam man aus gefälligere Vorstellungen, weil dieDichtkunst selbst gefälliger wurde und so ward Homerein Vater der schöneren Kunst der Griechen, weil erder Vater ihrer schönen- Poesie war. Er gab deinPhidias jene eihabene Idee zu seinem Jupiter, wel-cher dann die andern Abbildungen dieses Götterkünst-lers folgten. Nach den Verwandschaften der Götterin den Erzählungen ihrer Dichter kamen auch bestimm-tere Ebaraktere oder gar Familicnzüge in ihre Bilder,bis endlich die angenommene Dichter-Tradition sich zueinem Eodep der Göttergestalten im ganzen Reich derKunst formte. Kein Volk des Alterlhums konnte alsodie Kunst der Griechen haben, das nicht auch griechi-sche Mythologie und Dichtkunst gehabt hatte, zugleichaber auch auf griechische Weise zu seiner Eultur ge-langt war. Ein solches hat eS in der Geschichte nichtgegeben und so stehen die Griechen mit ihrer homeri-schen Kunst allein da.

Hieraus erkläret sich also die Jdealschöpfung dergriechischen Kunst, die weder aus einer tiefen Phi-losophie ihrer Künstler, noch aus einer idealischenNakurbilüung der Nation, sondern aus Ursachen ent-standen war, die wir bisher entwickelt haben. OhneZweifel war es ei» glücklicher Umstand, daß dieGriechen, im Ganzen betrachtet, ein schöngebildetesVolk waren, ob man gleich diese Bildung nicht aufjeden einzelnen Griechen als auf eine idcalische Kunst,gestalt ausdchnen müßte. Bei ihnen wie allcnlhalben

ließ

') S. Heyne über den Kasten des Kypselus u. a.