der Geschichte der Menschheit. i3g
dein und dem Verseilt derselben die wichtigsten Folgenzuschreibcn. Noch sonderbarer scheinen uns die Lob-sprüche, die sie dem Tanz, der Gcbehrdcn - undSchauspielkunst als natürlichen Schwestern der Poesieund Weisheit so begeistert und fast entzückt geben.Manche, die diese Lobsprüche lasen, glaubten, daßdie Tonkunst der Griechen auch in systematischer Voll-kommenheit ein Wunder der Welt gewesen, weil diegerühmten Wirkungen derselben uns so ganz fremdeblieben. Daß eS aber auf wissenschaftliche Vollkom-menheit der Musik bei den Griechen nicht vorzüglichangelegt gewesen scy, zeigt selbst der Gebrauch, densie von ihr machten. Sie behandelten sie nämlichgar nicht als eine besondre Kunst, sondern ließen sieder Poesie, dem Tanze, der Kcbebrdcn- und Schau-spielkunst nur dienen. In dieser Verbindung alsound im ganzen Gange, den die griechische Eulturnahm, liegt das Hauptmoment der Wirkung ihrerTone. Die Dichtkunst der Griechen, von der Musikausgegangen, kam gern auf sie zurückt selbst dashohe Trauerspiel war nur aus dem Choc entstanden,so wie auch das alte Lustspiel, die öffentlichen Er-götzungen , die Züge zur Schlacht und die häuslichenFreuden des Gastmabls bei ihnen selten obnc Musikund Gesang, die meisten Spiele aber nicht obncTänze blieben. Nun war hierin zwar, da Grie-chenland aus vielen Staaken und Völkern bestand,Eine Provinz von der andern sehr verschieden; dieZeiten, die mancherlei Stufen der Cultuc und deSLurus änderte» darin noch mehr; »n Ganzen aberbliebs allerdings wahr, daß die Griechen auf einegemeinschaftliche Ausbildung dieser Künste als ausden höchsten Punkt menschlicher Wirkung rechneten