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Ideen zur Philosophie
gedauret hätte: Rbapsodisten sangen ihn her, kalteDichterlinge ahmten ihn nach und der Enthusiasmusfür den Homer ward unter den Griechen endlich eine, so kable, süße, zuqespihte Kunst, als ers kaum ir-gend für einen Dichter unter einem andern Volk ge-wesen. Die Zahllosen Werke der Grammatiker überihn sind meistens Verlobten; sonst würden wir auchan ihnen die unselige Müde sehen, die Gott denspäter» Gcschlechten der Menschen durch jeden über-wiegenden Geist auflegt: denn sind nicht auch in
den neuern Zeiten Beispiele genug von der falschenBearbeitung und Anwendung Homers vorhanden?Das bleidt indessen immer gewiß, daß ein Geist wieEr in den Zeiten, in denen ec lebte und für dieNation, der er gesammlct ward, ein Geschenk derBildung sev, dessen sich schwerlich ein anderes Volkrübmcn könnte. Kein Morgenländer besitzt einenHomer: keinem Europäischen Volk ist zur rechtenZeit in seiner Iugendblüthe ein Dichter wie Er er-schienen. Selbst Oßian war cs seinen Schottennicht und eb je das Schicksal einen zweiten Glücks-wurf tbun werde, dem Sunde neu-griechischer Freund-icbasts In'eln einen Homer zu geben, berste so hochwie jein alter Zwillingsbruder führe? darüber frageman das Schicksal.
Da also einmal die griechische Eultur von My-thologie, Dichtkunst und Musik ausginq: so ists nichtzu verwundern, daß der Geschmack daran ein Haupt-strich ihres Eharakters geblieben, der auch ihre ernst-haftesten Schriften und Anstalten bezeichnet. UnfernSitten ists fremde, daß die Griechen von der Musikals d.m Hauptstück der Erziehung reden, daß siesolche als ein großes Werkzeug des Staats behan-