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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. aZ?

hat; bei den Griechen nicht also. Ihnen sanger in einer lebendigen Sprache, völlig noch ungebun-den von dem, was man in spätem Zeiten Dialektenannte: er sang ihnen die Thaten der Vorfahrenmit Patriotismus gegen die Fremden und nannteihnen dabei Geschlechter, Stamme, Verfassungenund Gegenden, die ihnen Thcils als ibr Eigcntbumvor Augen waren, Thcils in der Erinnerung ihresAhnenstolzes lebten. Also war ihnen Homer inmehrercm Betracht ein Götterbote des NalionalruhmS,ein Quell der vielseitigsten National-Wcishcit. Diespäter» Dichter folgten ihm : die tragischen zogen

aus ihm Fabeln, die lehrenden Allegoriccn, Bei-spiele und Sentenzen; jeder erste Schriftsteller einerneuen Gattung nahm am Kunstzebäude seines Werkszu dem seinigen das Vorbild, also daß Homer garbald das Panier des griechischen Geschmacks wardund bei schwachem Köpfen die Negel aller inenschli-chen Weisheit. Auch auf die Dichter der Römerbat er gewirkt und keine Aeneis würde ohne ihn da-sepn. Noch mehr hat auch Er die neueren VölkerEuropa's aus der Barbarei gezogen: so mancher

Jüngling hat an ihm bildende Freude genossen undder arbeitende sowohl als der betrachtende MannRegeln des Geschmacks und der Menschenkenntnis;aus ihm gezogen. Indessen ists eben so unläugbar,daß wie jeder große Mann durch eine übertriebneBewunderung seiner Gaben Misbrauch stiftete, auchder gute Homer davon nicht frei gewesen, so daßEr sich selbst am meisten wundern würde, wenn erwiedererscheinend sähe, was man zu jeder Zeit ausihm gemacht hat. Unter den Griechen hielt cr dieFabel langer und fester, als sic ohne ihn wahrscheinlich