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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. i33

gebunden, die Töne zum Rhythmus geordnet: disSprache floß in einen volleren Strom, die Bilderderselben in eine angenehme Harmonie: sie stiegensogar zum Wohllaut eines Tanzes. Und so wardjenes einzige Gepräge der griechischen Sprache, dasnicht von stummen Gesetzen erpreßt, das durch Musikund Tanz, durch Gesang und Geschichte, endlichdurch den plauderhaftcn freien Umgang vieler Stam-me und Eolonieen wie eine lebendige Form der Na-tur entstanden war. Die nordischen Völker Euro-pcns hatten bei ihrer Bildung dies Glück nicht. Daihnen durch fremde Gesetze und durch eine Gesang-lose Religion ausländische Sitten gegeben wurden:so verstummet- auch ihre Sprache. Die Deutschez. B. hat unstreitig viel von ihrer innern Biegsam-keit, von ihrer bestimmtem Zeichnung in der Flexionder Worte, ja noch mehr von jenem lebendigenSchall verlohren, den sie unter günstigem Him-melsstrichen ehedem hatte. Einst war sie eine naheSchwester der griechischen Sprache und jetzt wie fern-ab von dieser ist sie gebildet. Keine Sprache jen-seit des Ganges hat die Biegsamkeit und den sanf-ten Fortfluß der griechischen Mundart, kein aramäi-scher Dialekt diesseit des Euphrats hatte ihn in sei-nen allen Gestalten. . Nur die griechische Spracheist wie durch Gesang entstanden: denn Gesang undDichtkunst und ein früher Gebrauch des freien Le-bens hat sie zur Musensprachc der Welt gebildet.So selten sich nun jene Umstände der Griechen-Eulturwieder zusammensinden werden, so wenig das Men-schengeschlecht in seine Kindheit zurückgehen und ei-nen Orpheus, Musäus und Linus oder einen Home-rus und Hesiodus mit allem was sie begleitete, von