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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
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Ideen zur Philosophie

H.

Griechenlands Sprache, Mythologieund Dichtkunst.

.-^^>ir kommen zu Gegenständen, die Jahrtausendeschon das Vergnügen des feineren Menschengeschlechtswaren und wie ich hoffe, es immerhin seyn werden.Die griechische Sprache ist die gebildetste der Welt,die griechische Mythologie die reichste und schönsteauf der Erde, die griechische Dichtkunst endlich viel-leicht die vollkommenste ihrer Art, wenn man sieOrt- und Zeitmaßig betrachtet. Wer gab nun dieseneinst rohen Stammen eine solche Sprache, Poesieund bildliche Weisheit? Der Genius der Natur gabsie ihnen, ihr Land, ihre Lebensart, ihre Zeit, ihrStammescharakter.

Von rohen Anfängen ging die griechische Sprachenus; aber diese Anfänge enthielten schon Keime zudem, was aus ihr werden sollte und werden konnte.Sic war kein Hieroglyphen-Machwerk, keine Reihehervvrgestoßencr einzelner Sylben, wie die Spra-chen jenseil der Mongolischen Berge. Biegsamere,leichtere Organe brachten unter den Völkern desKaukasus eine leichtere Modulation hervor, die vonder geselligen Liebe zur Tonkunst gar bald in Formgebracht werden konnte. Sanfter wurden die Worte