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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
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n6 Ideen zur Philosophie

anders machen dem Ungeheuern Pcrscrrcich ein rol-liges Ende.

Ganz anders ists mit Staaten, die, aus ihrerWurzel erwachsen, auf sich selbst ruhen; sie könne»überwältigt werden, aber die Nation daurct. Sojsts mit Sinn; man weiß, waS den Ucberwindcrndaselbst die Einführung einer bloßen Sitte, des mon-golischen Haar - Scherens für Mühe gekostet habe. Somit den Bramancn und Israeliten, die blos ihr Ce»rimomengcist von allen Völkern der Erde auf ewigsondert. So widerstand Aegypten lange der Vermi-schung mit andern Völkern und wie schwer wards,die Phönicier auszurotten, blos weil sie an dieserStelle ein gewurzcltes Volk waren. Ware es demCyrus gelungen, ein Reich, wie Pao, Krckchna, Mo-ses zu gründen: cs lebte noch, obgleich zerstümmelt,in allen seinen Gliedern.

Hieraus crgiebt sich, warum die alten Staats-verfassungen so sehr auf Bildung der Sitten durchdie Erziehung sahen? da von dieser Triebfeder ihreganze innere Starke abhing. Neuere Reiche sindauf Geld oder mechanische Staatskünste; jene warenauf die ganze Denkart der Nation von Kindheit aufgebauct und da es für die Kindheit keine wirksamereTriebfeder als Religion giebt: so waren die meistenalten, insonderheit Asiatischen Staaten mehr oderminder theatralisch. Ich weiß, wie sehr man die-sen Namen hasse, dem man größtentheils alles Ue-bel zuschreibt, das je die Menschheit gedrückt hat;auch werde ich keinem seiner Misbrauche das Wortreden. Aber das ist zugleich wahr, daß diese Rc-gierungsform der Kindheit unsres Geschlechts nichtnur angemessen, sondern auch nothwendig gewesen;