der Geschichte der Menschheit, irr
VI.
Weitere Zdeen zur Philosophie der Men-schengeschichte.
Nachdem wir abermals einen großen Strich mensch-licher Begebenheiten und Einrichtungen vom Euphratbis zum Nil, von Persepolis bis Karthago durch-wandert haben: so lasset uns niedersitzen und zurück-blicken auf unsre Reise.
Was ist das Hauptgesetz, das wir bei allengroßen Erscheinungen der Geschichte bemerken? Michdünkt dieses: daß allenthalben auf unsererEr.de werde, was auf ihr werden kann,Theils nach Lage und Bedürfniß desOrts, Theils nach U m s.t ä n d e n und Ge-legenheiten der Zeit, Theils nach deman g e b o h rnen oder sich erzeugendenCharakter der Völker. Setzet lebendige Men-schenkräfte in bestimmte Verhältnisse ihres Orts undZcitmaaßcs auf der Erde und cs ereignen sich alleVeränderungen der Menschengeschichte. Hier kry-stallisicen sich Reiche und Staaten, dort lösen sie sichauf und gewinnen andre Gestalten: hier wird aus
einer Nomadenkorde ein Babylon, dort aus einembedrängten Ufcrvvlk An Tyrus , hier bildet in Afrikasich ein Aegypten, dort in der Wüste Arabiens einJudenstaat; und das alles in Einer Weltgegend, in