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Zur Philosophie und Geschichte Theil 5 (1820) Ideen ; 3
Entstehung
Seite
110
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rio Ideen zur Philosophie

ferne uns nähere Lage, die Trümmern seiner Altcr-tbümer, vorzüglich aber die Sagen der Griechen esdahin gebracht hätten.

Und eben diese Lage zeigt auch, welche Stellees in der Reihe der Völker einnehme. Wenige Na-tionen sind von ihm entsprossen oder durch dasselbecultivirt worden, so daß von jenen mir nur die Phö-nicier, von diesen die Juden und Griechen bekanntsind: ins innere Afrika, weiß man nicht, wie weitsich ihr Einfluß verbreitet. Armes Aegvptcn, wiebist du jetzo verändert! Durch eine Jahrtausendlange Verzweiflung elend und träge geworden, wares einst arbeitsam und duldendfleißiq. Auf den Winkseiner Pharaonen spann es und webte, trug Steineund grub in den Bergen, trieb Künste und bauetedas Land. Geduldig ließ cs sich einschließcn undzur Arbeit vertheilen, war fruchtbar und erzog seineKinder kärglich, scheueke die Fremden und genoß sei-nes eingeschlossenen Landes. Seitdem es dies Landaufschloß oder Cambyses vielmehr sich selbst den Wegdabin bahnte, wurde es Jahrtausende hin Völkernnach Völkern zur Beute. Perser und Griechen, Rö-mer, Byzantiner, Araber, Falimiten, Kurden, Mam-lucken und Türken plagten dasselbe nach einander undnoch jetzt ists ein trauriger Tummelplatz arabischerStreifereien und türkischer Grausamkeiten in seinerschönen Weltgegend.